Hier finden Sie nützliche Tipps rund um den Strom. So können Sie Geld sparen und die Umwelt schonen.
Unsere Energiespartipps:
Beleuchtung
Achten Sie beim Kauf von Glühlampen auf die richtige Spannung 230 bis 245 Volt.
Verwenden Sie dort, wo es sinnvoll ist, Kompakt-Leuchtstofflampen.
Kompakt-Leuchtstofflampen brauchen 80 % weniger Strom als gleichhelle Glühlampen. Kompakt-Leuchtstofflampen haben eine achtmal länger Lebensdauer als herkömmliche Glühlampen.
Verschiedene Leistungsstufen bei Kompakt-Leuchtstofflampen ermöglichen es, die gebräuchlichsten Glühlampen bei gleichhellem Licht zu ersetzen.
Achten Sie beim Kauf von Leuchtstofflampen auf die richtige Lichtfarbe (warmweiß, neutralweiß, tageslichtweiß).
Beachten Sie, daß Einbaulage und Umgebungstemperatur bei Kompakt-Leuchtstofflampen Einfluß auf die Lichtleistung haben.
Entsorgen Sie Leuchtstoff-Lampen fachgerecht. Sprechen Sie mit Ihrem Elektro-Fachhändler oder fragen Sie Ihre Kommune.
Eine Energiesparlampe mit 20 Watt Leistung liefert die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche "Glühbirne" mit 100 Watt. Verwenden Sie Energiesparlampen dort, wo Sie mindestens zwei Stunden oder länger leuchten. Häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer.
Elektroherde
Achten Sie auf den richtigen Topfbodendurchmesser und geeignete Topfböden.
Garen Sie mit wenig Flüssigkeit im geschlossenen Topf.
Schalten Sie die Kochstellen rechtzeitig zurück.
Nutzen Sie die Nachwärme von Kochstellen und Backofen.
Fragen Sie nach Kundendienstleistungen.
Verzichten Sie möglichst auf das Vorheizen des Backofens.
Braten Sie im Backofen nur größere Fleischstücke (ab 1,5 kg).
Nutzen Sie den Backofen voll aus: bei Umluftbetrieb 2-3 Ebenen gleichzeitig, bei Ober- und Unterhitze 1 Ebene, 2 Kuchenformen nebeneinander.
Mikrowellengeräte
Wählen Sie die richtige Einschaltdauer.
Rühren Sie die Speisen zwischendurch um.
Achten Sie auf ausreichende Ausgleichzeit.
Nutzen Sie - soweit vorhanden - Automatikprogramme.
Benutzen Sie möglichst flache, runde, mikrowellengeeignete Geschirrteile.
Garen bzw. erwärmen Sie die Speisen direkt im Serviergeschirr.
Decken Sie die Speisen zu, z.B. mit einem umgedrehten Teller.
Nur kleine und mittlere Mengen garen, erwärmen, auftauen. Faustregel: Doppelte Menge - doppelte Zeit!
Kochen und Backen
Stimmen Durchmesser von Topf- oder Pfannenboden mit der Herdplatte überein, wird die Wärme optimal übertragen? Sie verschenken 30 Prozent der eingesetzten Energie, wenn Sie einen Topf mit einem Durchmesser von 15 cm auf einer 18 cm großen Platte erhitzen.
Achten Sie auf ebene Topf- oder Pfannenböden.
Schließen Sie Kochtopf und Pfanne stets mit einem passenden Deckel.
Kochen Sie Kartoffeln und Gemüse auf einer Kochplatte mit mittlerer Größe, so reicht eine Tasse Wasser.
Nach dem Ankochen bei voller Leistung rechtzeitig auf die erforderliche Dauertemperatur zurückschalten.
Stellen Sie Kochplatten oder -zonen vor Ende der Garzeit ab. Die Restwärme hält einige Minuten vor.
Topfgucken kostet Energie: den Deckel so lange wie möglich auf dem Topf lassen.
Nutzen Sie Ihren Backofen voll aus. Bei Ober- und Unterhitze können Sie auf einer Ebene gleichzeitig zwei Kuchen unterbringen. Bei Betrieb mit Umluft mehrere Ebenen belegen.
Backofen nur in Ausnahmefällen vorheizen.
Was für den Topfdeckel gilt, ist auch für die Backofentür recht: beim Backen, Braten und Grillen möglichst selten öffnen.
Bei langer Back- und Bratdauer die Nachwärme nutzen - sie reicht für fünf bis zehn Minuten.
Kaffee kochen mit der Kaffeemaschine ist billiger. Wasser kochen auf dem Herd macht den Muntermacher um etwa 50 Prozent teurer.
Wer die Frühstückseier im Topf kocht, braucht 50 Prozent mehr Energie als der Nutzer eines elektrischen Eierkochers.
Frittieren ist in der Friteuse bis zu 25 Prozent sparsamer als auf dem Elektroherd.
Der Toaster mit Brötchenaufsatz spart beim Aufbacken von Brötchen gegenüber dem Backofen bis zu 70 Prozent.
Zum Erwärmen und Garen von Portionen bis zu 400 g benötigt die Mikrowelle weniger Strom als die Kochplatte.
Kurzgebratenes in der Pfanne brutzeln. Mit Bräunungsgeschirr im Mikrowellengerät wird es teurer. Das Spezialgeschirr muß acht bis zehn Minuten bei voller Leistung aufgeheizt werden.
Topf sucht Deckel: Sicher ist für Sie das Kochen mit Deckel eine Selbstverständlichkeit. Oder vielleicht doch nicht ? Ein Kochvorgang ohne Deckel verbraucht nahezu 300 % mehr Energie.
Gefriergeräte
Der beste Standort ist ein kühler, trockener und gut belüfteter Raum (Keller). Eine Erhöhung der Raumtemperatur um 1 Grad C (z.B. von 20 Grad C auf 21 Grad C) steigert den Stromverbrauch des Gerätes um ca. 4 %.
Die optimale Lagertemperatur liegt bei -18° C.
Öffnen Sie das Gerät nur kurz. Ein Ordnungssystem erleichtert die Orientierung und erspart langes Suche.
Frieren Sie nur abgekühlte und gut verpackte Speisen ein.
Benutzen Sie die Superschaltung nur vor dem Einfrieren großer Mengen oder vor dem Abtauen eines Gerätes, um eine Kältereserve in den bereits eingefrorenen Lebensmitteln zu schaffen. Beachten Sie die Angaben des Herstellers (Gebrauchsanweisung).
Reinigen Sie das Gerät mindestens einmal im Jahr. Je nach Gerätetyp muß vorher abgetaut werden (aber nicht im Sommer!).
Entsorgen Sie Altgeräte fachgerecht. Auskünfte erteilen die Kommunen.
Kühlschränke
Stellen Sie die Lagertemperatur bei Beachtung der Kältezonen auf etwa 5° C bis 7° C ein.
Stellen Sie nie warme Speisen in den Kühlschrank. Decken Sie die Speisen zu.
Öffnen Sie die Kühlschranktür nicht öfter und länger als notwendig.
Reinigen Sie den Innenraum des Kühlschrankes regelmäßig und tauen Sie die Geräte ohne Abtau-Automatik regelmäßig ab.
Entsorgen Sie Altgeräte fachgerecht. Auskünfte erteilen die Kommunen.
Wäschetrockner
Geben Sie nur gut geschleuderte Wäsche (mindestens 1000 Umdrehungen pro Minute) in den Trockner.
Nutzen Sie die Füllmenge voll aus.
Vermeiden Sie ein Übertrocknen der Wäsche.
Entnehmen Sie Bügelwäsche rechtzeitig und bügeln Sie gleich im Anschluß daran.
Reinigen Sie den Luftfilter nach jedem Trocknungsvorgang.
Geschirrspülmaschinen
Spülen Sie das Geschirr nicht von Hand vor.
Spülen Sie erst, wenn das Gerät voll beladen ist oder wählen Sie das Kurzprogramm.
Dosieren Sie Reiniger, Klarspüler und Salz richtig. Beachten Sie den für Ihren Haushalt zutreffenden Härtebereich.
Wählen Sie das Programm je nach Verschmutzungsgrad und Geschirrart.
Reinigen Sie die Siebkombination regelmäßig.
Hoher Stromverbrauch?
Die billigste Lösung: Geräte abschalten!
Manche Leute scheuen sich, Ihr Fernsehgerät am Ende des Fernsehabends vom Netz zu trennen. Statt dessen halten sie es lieber in Bereitschaftsstellung. Sie glauben, dass der Stand-by-Betrieb die Lebensdauer ihres Fernsehers erhöht bzw. das Abschalten zu Lasten der Lebensdauer des Gerätes gehen würde. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise. Die Bereitschaftshaltung dient nur dem Komfort und geht zu Lasten von Geldbeutel und Energieverbrauch. Auch etliche Hersteller empfehlen bei längeren Nutzungspausen das Abschalten des Gerätes.
Bei Videogeräten und Satellitenempfängern werden innerhalb der Bereitschaftsstellung Informationen über Empfangskanal, Datum und Uhrzeit gespeichert. Diese gehen bei vielen Geräten verloren, wenn sie vom Stromnetz getrennt werden. Intelligent konstruierte Geräte erhalten diese Informationen über verschiedene Puffertechniken (zum Beispiel Stützakku).
Dort, wo es keinen Ausschalter gibt (bestimmte HiFi-Geräte, Steckernetzteile, Modems, ...) kann man diesen gegebenenfalls durch einen Kabelschalter oder durch schaltbare Steckdosen, Steckerleisten und ähnliches nachrüsten.
Mit einer schaltbaren Steckerleiste können sie mit einem Fingerdruck auch mehrere Geräte (und Steckernetzteile) gleichzeitig vom Netz trennen bzw. wieder einschalten. Das gilt zum Beispiel für HiFi-Anlagen, Computer mit ihren verschiedenen Komponenten wie Rechner, Monitor, Scanner, Steckernetzteilen, ... Die Kosten für eine solche schaltbare Steckerleiste liegen zwar je nach Ausführung zwischen 5 und 15 Euro, machen sich aber bei vielen Anlagen bereits nach kurzer Zeit bezahlt.
Bügeleisen
Wer zuerst die hitzeempfindliche und zuletzt die temperaturunempfindliche Wäsche bügelt, muss das Bügeln nicht unterbrechen, damit das Eisen abkühlt.
Rechtzeitiges Ausstellen und Nutzen der Restwärme spart zusätzlich Strom.
Warmwassergeräte
Warmwassergeräte in Verbrauchsnähe anordnen (kurze Leitungswege).
Stellen Sie die Warmwassertemperatur nicht höher als erforderlich ein, Energiesparstellung wählen.
Verwenden Sie Durchflußmengenbegrenzer, Thermostatmischbatterien und Einhandmischbatterien.
Duschen Sie, anstatt ein Vollbad zu nehmen.
Dämmen Sie die Warmwasserleitungen.
Dichten Sie tropfende Wasserhähne ab.
Beim Händewaschen, Zähneputzen oder Einseifen unter der Dusche das Wasser abstellen. Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen.
Kühlen und Gefrieren
Am wenigsten Strom verbrauchen Gefriergeräte in ungeheizten, gut belüfteten Räumen (z.B. Keller).
Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Herd oder Heizung stellen und vor Sonneneinstrahlung schützen.
Halten Sie die Lüftungsgitter bei Stand- und Unterbaugeräten frei, damit die Abwärme rasch abgeführt wird.
Überprüfen Sie die Lagertemperaturen: Im Kühlschrank reichen 7°C, im Gefriergerät minus 18°C.
Nur abgekühlte und zugedeckte Lebensmittel in den Kühlschrank stellen. Nur abgekühlte und richtig verpackte Lebensmittel einfrieren. Das vermeidet Reifbildung im Kühl- oder Gefrierschrank.
Gute Übersicht in den Kühl- und Gefriergeräten schaffen: Langes Suchen bei geöffneter Tür kostet Energie und Geld.
Beschädigte Türdichtungen sofort auswechseln.
In der Gebrauchsanweisung des Gefriergerätes steht, welche Mengen Sie auf einmal einfrieren können. Super-Schaltung nur einstellen, wenn Sie sehr große Mengen einfrieren.
Am sparsamsten arbeitet eine Gefriertruhe, die zu 70 Prozent gefüllt ist. Einige Gefriertruhen haben für halbe Füllungen eine Sparschaltung.
Regelmäßiges Abtauen spart Geld und Energie.
Bevor Sie in den Urlaub fahren, stellen Sie Ihren Kühlschrank auf die kleinste Stufe oder schalten Sie Ihn aus. Im zweiten Fall muß die Tür geöffnet bleiben, sonst droht Schimmelbildung.
Laut aktuellen Öko-Bilanzen, die an der ETH Zürich erstellt wurden, lohnt sich der Austausch eines funktionierenden Altgerätes gegen ein neues Energiespargerät aus ökologischen Gesichtspunkten ab einer Einsparung von 100 kWh jährlich. Bei der Neuanschaffung sollte außerdem darauf geachtet werden, daß FCKW- und FKW-freie Kältemittel eingesetzt und die verwendeten Kunststoffe gekennzeichnet sind und das Gerät weitestgehend recyclingfähig ist.
Folgende Faustformel hilft Ihnen beim Gerätekauf; verbraucht ein preisgünstiges Gerät jährlich 100 kWh mehr Strom als ein teures Sparmodell, so müssen zum Kaufpreis des billigeren Modells mindestens 180 - 250 € Strommehrkosten hinzugerechnet werden. Soviel kostet der zusätzliche Stromverbrauch für das billigere Gerät über 15 Jahre bei einem mittleren Strompreis von 13 - 15 Cent pro kWh.
Lieber butterweich als steinhart: Sie nehmen morgens die Butter aus dem Butterfach Ihres Kühlschrankes: Sie ist steinhart und Sie ärgern sich. Schuld daran ist nicht die Butter, sonder die zu niedrige Kühlschranktemperatur. Wenn die Butter im Butterfach streichfähig bleibt, ist die Kühlschranktemperatur richtig eingestellt.
Tiefkühlkost ohne arktischen Frost: Für Ihren Gefrierschrank gilt: -18 Grad ist die optimale Temperatur. Jedes Minusgrad darunter kostet unnötig Geld und belastet unser Klima.
Wichtig ist der Standpunkt: Bei 25 Grad C Umgebungstemperatur verbraucht ein Kühlschrank 25 % mehr Strom als bei 20 Grad C. Wählen Sie deshalb für Ihren Kühlschrank einen möglichst "kühlen" Standort, nicht neben Herd oder Heizung. Auch ein Platz an der Sonne ist falsch.
Gute Unterhaltung
Alte Farbfernsehgeräte bei nächster Gelegenheit austauschen. Moderne "Glotzen" kommen mit etwa 80 Prozent weniger Strom aus.
Bei älteren Fernsehgeräten verbraucht die ständige Betriebsbereitschaft (Stand-By-Betrieb) pro Jahr etwa 150 Kilowattstunden Strom. Bei neueren Geräten ist es weit weniger.
Fernseher und Radio müssen nicht den ganzen Tag laufen. Ständige "Berieselung" kostet nur Geld und Nerven. Öfter mal abschalten.
Was leistet eine Kilowattstunde Strom?
Wer Strom sparen will, muss wissen, wo er wie viel verbraucht: Eine Kilowattstunde (kWh) Strom ist nötig, um einen Hefekuchen zu backen oder eine Maschine Wäsche zu waschen. Die gleiche Energie braucht ein 300-Liter-Kühlschrank innerhalb von zwei Tagen. Das kostet im Durchschnitt etwa 15 Cent, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.
Unterschiedliche Energieausbeute auch beim Licht: Eine Stromsparlampe mit einer Leistung von elf Watt verbrauche – bei gleicher Lichtmenge - in 90 Stunden ebenso viel wie eine Glühlampe von 60 Watt in 17 Stunden. Mit der gleichen Strommenge lasse sich fünf Stunden am Computer arbeiten.
Dafür reicht eine Kilowattstunde Strom:
15 Hemden bügeln 70 Tassen Kaffee kochen sieben Stunden Fernsehen zwei Tage einen 300-Liter-Kühlschrank nutzen einen Hefekuchen backen ein Mittagessen für vier Personen auf dem Elektroherd kochen eine Maschine Wäsche waschen 90 Stunden Licht einer Sparlampe (11 Watt) 17 Stunden Licht einer Glühlampe (60 Watt) 40 Stunden lang mit dem CD-Player Musik hören (25 Watt)